Ballaststoffe

Die Ballaststoffe sind NUR für den reibungslosen Kotabsatz gedacht!

 

Um die Verdauung etwas anzuregen, geben wir einen kleinen pflanzlichen Anteil ans Futter – ein Richtwert sind 5% des Fleischgewichtes, also etwa je nach Wassergehalt ca. 50g Ballaststoffe  je kg Fleisch.

 

Die Menge muss individuell an die Katze angepasst werden und KANN sogar ganz weg gelassen werden.

Gemüse:
   Karotte/Möhre, roh geraspelt oder gekocht püriert
   Gurke roh geraspelt
   Tomate reif püriert
   Zucchini geraspelt

   Kürbis gekocht und gestampft


Ballaststoffe für Faule:
   Passierte Tomaten in Dosen oder Tetrapacks - darauf achten, dass außer

   Tomaten und evtl. Wasser nichts enthalten ist

   Babybrei von Hipp o.ä. "Frühkarotten", ebenfalls ohne Zusätze außer

   Wasser


Körner und anderes:

   Sesam

   Flohsamenschalen

   Ob nun Flohsamen oder Flohsamenschalen – sie müssen unbedingt vor

   der Anwendung eingeweicht werden und quellen. Flohsamenschalen

   können bis zum 50-fachen ihres eigenen Volumens an Flüssigkeit

   aufnehmen. Sind sie nicht genügend gequollen, würden sie diese

   Flüssigkeit aus dem Katzenkörper ziehen und zu Verstopfungen führen,

   was nicht Sinn der Sache ist.

Ungeeignete Ballaststoffe

Ungeeignet ist Getreide wie z.B. Haferflocken, Kleie oder auch Nudeln. Getreide belastet die Nieren der Katze und sollte deshalb nicht unnötigerweise gefüttert werden.

Reis wirkt entwässernd.

Kohl und Bohnen führen zu Blähungen.

Obst enthält viel Fructose (Fruchtzucker).

Kartoffeln und Mais enthalten viel Stärke.

Spinat, Zwiebeln, Knoblauch, Weintrauben und Avocados sollten auf keinen Fall im Napf landen.

Quelle: dubarfst.eu

"Abführmittel"

Abführmittel sollte man keinesfalls ständig, sondern grundsätzlich nur im Bedarfsfall anwenden. Der Verdauungstrakt kann ansonsten träge werden und dann fällt es Katz' immer schwerer, von selbst Kot abzusetzen. Dann benötigt man immer häufiger Abführmittelchen und schon befindet man sich in einem Kreislauf.

Wenn eine Katze mehrere Tage lang keinen Kot absetzt und nichts hilft, dann sollte unbedingt der TA aufgesucht werden. Die Reste von dem, was vorne reinkommt, müssen unbedingt hinten wieder raus. Mit Verstopfungen ist genauso wenig zu spaßen wie mit andauernden Durchfällen.

 

Bei leichten Kotabsatzproblemen können Hausmittel helfen:

Wenn die üblichen Maßnahmen wie Ballaststoffanteil auf 10% erhöhen und mehr Fett über's Futter zu keinem nennenswerten und vor allem dauerhaften Erfolg führen, kann man Flohsamenschalen, Milchzucker oder Zellulose geben.

 

Einen Teelöffel Flohsamenschalen in ca. 150 ml Wasser in einem Wasserglas anrühren und die Masse über Nacht im Kühlschrank quellen lassen. Wenn am nächsten Morgen noch „unverglibbertes“ Wasser im Glas ist, ist der Flohsamen komplett gequollen. 
Nochmal ordentlich umrühren und dann von diesem Glibber 1 Teelöffel bis ½ Glas auf die komplette Tagesportion der Katze geben.
Davon wird der Kot normalerweise etwas weicher und „fluffiger“ und der Kotabsatz fällt leichter.


Eingeweichte Flohsamenschalen sind im Kühlschrank einige Tage haltbar.  Länger als zwei Tage würde ich Flohsamenschalen trotzdem nicht im Kühlschrank aufbewahren – sie sind ja ganz fix angemischt.



Führen die Flohsamenschalen nicht zum gewünschten Erfolg, kann man Milchzucker verwenden.
Milchzucker hat einen abführenden Effekt, allerdings nur, wenn die Katze normalerweise keine Milch trinkt. Der abführende Effekt kommt dadurch zustande, dass Katzen, die keine Muttermilch mehr bekommen und auch ansonsten keine Milch trinken, Laktose (Milchzucker) nicht verdauen können. Dummerweise kann sich der Organismus wieder an die Verdauung von Milchzucker gewöhnen, deswegen sollte es Milchzucker nur in Ausnahmefällen geben.
Wieviel Milchzucker notwendig ist, damit Katz' auf's Klöchen gehen kann, muss auch wieder ausprobiert werden. Meist genügt ein gehäufter Teelöffel auf eine Mahlzeit.

Helfen Flohsamenschalen und Milchzucker nicht, kann Zellulose weiter helfen.
Zellulose ist ein reiner Ballaststoff. Einen leicht gehäuften Teelöffel Zellulose in ein wenig Wasser auflösen und zu einer Mahlzeit geben. Ist die Soße vom Futter sehr flüssig, kann man die Zellulose direkt zum Futter geben. Meist führt das recht schnell zum gewünschten Erfolg. Bei Zellulose muss man sehr vorsichtig sein und genau dosieren. Nimmt man zu wenig, hilft es nicht, nimmt man zu viel, bekommt die Katze sehr weichen Kot und muss gleich vier bis fünf Mal auf's Klo. Dann hat sich der Darm zwar vermutlich vollständig entleert, aber das muss man der Katze ja nicht antun.

 

Quelle: dubarfst.eu

Erfahrungsbericht von Miss Pingle