Barfen bei Chronischer Nieren Insuffizienz (CNI) / Struvit- und Oxalatsteinen

!!!Baustelle!!!

Bei der nierenkranken Katze sollte man folgendes beachten:

Sind die Phosphatwerte im Blut in der Norm, kann ganz normal gefüttert werden.
Sind die Phosphatwerte allerdings über der Norm, sollte man keine Knochen oder Knochenmehl, wegen dem enthaltenen Phosphor, verfüttern.

Das Calcium/Phosphor-Verhältnis sollte etwas größer sein, also zwischen 1,4-1,5:1.

 

Zum Ausgleich des Phosphorüberschusses verwendet man günstigerweise reine Calciumsupplemente, also Calciumcarbonat oder -citrat.


Calciumcarbonat sollte bei CNI bevorzugt werden, da es besser verwertet und vertragen wird.


Calciumcitrat sollte bei Struvitsteinen bevorzugt werden, da es den Harn ansäuert.
Bei an Struvit leidenden Katzen achtet man zusätzlich noch auf eine reduzierte Magnesiumgabe. Spirulina wird daher bei der natürlichen Supplementierung gemieden.

Eine reduzierte Salzgabe ist erforderlich. Ein Kalium zu Natriumverhältnis von 2,1 : 1 wird angestrebt.

Die Gabe von Pflanzenölen ist aufgrund des Gehaltes von Linolsäure, welche die Nieren belastet, umstritten.
Zur Fettsupplementierung sollten daher ausschließlich tierische Fetter, wie zum Beispiel Schweine- oder Gänseschmalz, herangezogen werden, falls im Fleisch zu wenig Fett enthalten ist.

Künstliche Supplemente wie Nekton Cat-M / Catfortan und Vitakalk / Trixie Aufbaukalk sollten aufgrund des hohen Phosphorgehaltes nicht verwendet werden.
Auf Menschenvitamine, wie zum Beispiel Centrum A-Z sollte man ebenfalls verzichten. Neben Phosphor enthält es Vitamin C, welches eine Vorstufe zu Oxalat darstellt. Dies kann das Risiko für Oxalatsteine erhöhen.

 

Mit der natürlichen Supplementierung und easy B.a.r.F./Kittywork ist es möglich, an CNI erkrankte Katzen zu ernähren.

 

Bei der natürlichen Supplementierung lässt man die Bierhefe weg und ergänzt das Futter mit künstlichen B-Vitaminen (z.B. von Ratiopharm) aus der Apotheke.

Zusammenfassung zur Ernährungsempfehlung Nierenkrankheiten:

  • kein Getreide
  • keine Fütterung von Knochen, bei erhöhtem Phosphatwert
  • kein Knochenmehl, bei erhöhtem Phosphatwert
  • wenig oder kein Pflanzenöl
  • Ca/P-Verhältnis bei CNI 1,5 : 1, ansonsten 1,15 beibehalten
  • K/Na-Verhältnis auf 2,1 : 1 setzen
  • keine Verwendung von Vitakalk, Trixie Aufbaukalk, Centrum A-Z, Nekton oder Catfortan
  • bei Struvitsteinen keine Spirulinaalgen verwenden
  • bei Struvit verwendet man Calciumcitrat,
  • bei CNI besser Calciumcarbonat

 

 Übrigens hält sich nach wie vor die Meinung, dass bei Nierenkrankheiten eine proteinarme Diät zu bevorzugen ist. Amerikanische Wissenschaftler sehen dies nicht mehr so, da tierische Proteine für Katzen essenziell sind und ein zu wenig an Proteinen viele Stoffwechselvorgänge im Körper negativ beeinträchtigen!

Quelle: dubarfst.eu, Wissensspeicher